Die CDU hat ihren Leitantrag kurz vor dem Parteitag, der an diesem Wochenende in Leipzig stattfinden wird, geändert. Die Gestaltungs- und Gesetzgebungskompetenz der einzelnen Länder in der Schulpolitik wird nun deutlicher als bisher herausgestellt. Die neue Oberschule, die angesichts des dramatischen Schülerrückganges die bisherigen Hauptschulen und Realschulen zusammenführen soll, wird zwar als attraktive und sinnvolle Lösung empfohlen - nicht aber als einzig mögliche Organisationsform für die mittleren Bildungsabschlüsse vorgegeben.
"Eine einheitliche Bezeichnung für diese Schulform in allen Ländern - zum Beispiel Oberschule - wäre wünschenswert. Darüber hinaus stehen wir zu Haupt- und Realschulen sowie integrativen Schulformen, wo diese funktionieren und dem Elternwillen entsprechen", heißt es in dem Antrag, der am Dienstag auf dem CDU-Bundesparteitag in Leipzig verabschiedet werden soll. Das ursprünglich vorgesehene klarere Bekenntnis zu einer zweigliedrigen Schulstruktur und dem damit verbundenen Abschied von der Hauptschule hatte in der Union zu heftigen Debatten geführt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
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